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2008

25.-27.04.2008 Gedenken an 90 Jahre "Kaiserschlacht" in Zonnebeke/Belgien

Vom 25.-27.04.2008 gedachten wir der 90-jährigen Wiederkehr der letzten deutschen Großoffensive im Westen, der sogenannten "Kaiserschlacht 1918". Diesmal waren wir aufgrund von Terminverschiebungen des Veranstalters leider nur mit einer kleinen Truppe (10 Mann) vor Ort. Da das historische Gelände rund um das Schloß von Zonnebeke zur Zeit komplett umgestaltet wird, erhielten wir einen neuen Biwakplatz vor dem Museum. Das ausgehobene Grabengelände war meist von den anderen Darstellungsgruppen, nämlich die IR 28 der "Great War Society" aus England (10), dem "Verein für historische Uniformen" (4), sowie dem ein oder anderen, keiner Gruppe angehörenden, Einzeldarsteller, besetzt. Somit stellten wir vorrangig das Leben in der Etappe (u.a. mit Putz- und Flickstunde, MG-Ausbildung, Feldpostempfang, Waffenreinigen, Schusterarbeiten und natürlich dem Kochen im Felde auf Dreibein sowie mit Hilfe des Feldkochers 14) dar. Die Feldmesse am Sonntag wurde durch unsere Gruppe mitgestaltet durch Gesang und Vortragen eines Gedichtes. Nicht zu vergessen sind die Besuche am Brennpunkt der Schlachten von 1918, u.a. dem Kemmelberg, sowie das Niederlegen von Kränzen in Langemarck und Tyne Cot. Ein weiterer Höhepunkt war die Teilnahme, natürlich auch in Uniform, beim allabendlich stattfindendem "Last Post" am Menen-Tor in Ypern. Alles in allem wieder eine schöne Veranstaltung in Belgisch-Flandern, mit ca. 120 Darstellern aus Australien, Frankreich, England, Schottland, Belgien, Niederlande und Deutschland. Weitere Bilder gibt es u.a. hier (nicht alle hier dargestellten Deutschuniformierte sind Mitglieder der "AA"): http://www.forumeerstewereldoorlog.nl/viewtopic.php?p=210415&sid=a9813ff9ccd c8fe5c3c60d6af6786c31 , http://picasaweb.google.co.uk/simcaff/Zonnebeke2008

 

24.05.2008 Tagesausflug nach Koblenz

Am 24.05.2008 machten sich einige unserer Mitglieder auf zur Feste Ehrenbreitstein nach Koblenz. Unsere Damen hatten ihre Picknickkörbe gut gefüllt und somit verbrachten wir einen sonnigen Tag gut gelaunt, um altbekannte Freunde zu treffen und nette Gespräche zu führen.

 

 

 

 

 

04.-06.07.2008, 90 Jahre "2. Marneschlacht" in Dormans/Frankreich

Zum Gedenken an die 2. Marneschlacht luden die "Poilu de la Marne", deren Einladung wir gerne folgten. Weitere Gruppen vor Ort waren die "DSM" aus Deutschland, "SRD 1914-1918" aus Belgien, "1914-1921" aus England, "67RI" aus Spicheren u. viele mehr. Leider schaffte es der deutsche Militärattache nicht bis in die deutschen Lager. Vor vier Jahren sowie im letzten Jahr am Damenweg wurden wir vom deutschen Vertreter herzlicher begrüßt. Alles in Allem dennoch eine schöne Veranstaltung und eine Gelegenheit gute Freunde zu treffen. Ein Hingucker war das bespannte  Traditionsgeschütz der französischen Armee aus Bitche.

 

 

23.-25.08.2008, Darstellung August 1918 in Detling/Großbrittanien

Denn wir fahren – denn wir fahren – denn wir fuhren gegen Engeland
 
Endlich war es soweit, das Wettrennen zur französisch-belgischen Küste hatte begonnen. Der Landweg wurde von unserer Truppe mühelos bewältigt, allein eine gemeinsame Einschiffung war uns weder beim Angriff noch beim Rückzug vergönnt. So übernahm der Trupp des Musketier Weißgerber die Aufklärung und das Quartiermachen. Als der Rest der Invasionstruppen eintraf konnte so mit dem Aufbau des Biwaks begonnen werden. Herzlich begrüßt von den Kameraden der „anderen Feldpostnummer“ inspizierten wir das Gelände. Vor allem das reichlich aufgefahrene Großgerät wie Flugzeuge, Lastkraftwagen, Geschütze und Tanks veranlasste unseren Frank zu dem recht undeutschen Ausspruch „GEILOMAT“.  Vom Steinzeitmenschen bis zum Weltraumeroberer war alles vertreten was solch eine Multiperiodenveranstaltung ausmacht. Bei einigen Hopfenkaltschalen nahm so unser erster Abend mit den Freunden von der 10th Essex seinen Ausklang.  Der Freitag wurde nach Morgenwäsche und Frühstück zur Erkundung des Warenangebotes genutzt, nach und nach trafen auch „deutsche“ Verstärkungen ein, die Kameraden vom Infanterieregiment 28 ebenso wie die „hessischen“116er. Bei einem Aufklärungsunternehmen in ein ortsansässiges Gasthaus ging beinahe unser „jüngster“ verloren, mit Mühe befreiten Ihn seine Kameraden aus den Fängen einer britischen „Übermacht“!?! Am Abend wurde Wehrmann Zutt eine besondere Auszeichnung zuteil, bei einem sich anschließenden „studentischem“ Wettstreit vertrat der Gefreite Heutehaus unsere Truppe würdig. Obwohl die Briten ihren besten Mann in´s Rennen schickten und die Regeln für Siegfried neu waren erstritt er ein Unentschieden!
Der Samstag brachte erste Kampfhandlungen, vor allem Wehrmann Zutt war in seinem Vorwärtsdrange kaum zu bremsen. Weitere Kampfhandlungen am Sonntag und Montag brachten den Engländern das Fürchten bei, vor allem der MG-Trupp kämpfte bis auf´s Messer oder besser gesagt bis auf den Spaten. Ich hoffe es taucht eine Photographie von den Angstgeweiteten Augen des Briten auf der sich zu nah an unser MG wagte.
“Echte“ Verluste gab es kaum, einige Prellungen, ein verlorener „Pinsel“ und einige abgerissene Knöpfe zeugten aber von echtem Sportsgeist. Andere Schlachtdarstellungen wurden dagegen des öfteren durch Ambulanzeinsätze unterbrochen. Als eine der wenigen Kampfdarstellungen ohne Großgerät wie Geschützen oder Panzern usw. ist es uns zweifellos gelungen das Publikum zu begeistern. Vor allem die Ausführungen des Kommentators trugen dazu bei dem Publikum vor Augen zu führen was damals wirklich „los“ war. Zur Aufrechterhaltung unserer Kampfkraft trug die gute Verpflegung wesentlich bei - Dank an Frank für seine Kochkünste und Gregor der ihn prima unterstützte. Die Kameraden vom IR 28 lieferten Lebensmittelunterstützung und die 10th Essex sorgten dafür das keiner verdurstete. Das Wetter verschonte uns einigermaßen.  Leider kamen unsere Badeanzüge nicht zum Einsatz so das uns die drei Jungs bzw. Mädels von der 10th Essex in Sachen „Sexapeal“ den Rang abliefen.
Unser Unteroffizier sorgte für den zackigen Ton in der Reihe (Gewehr beim Fuß) und die Sprüche am Lagerfeuer. Mario vertrat als „Gemeiner“ die Interessen unserer Gruppe mit Nachdruck und sorgte so dafür das wir auch materiell nicht zu Kurz kamen.  www.Images2View.co.uk,  
http://actiontake1.org/, http://www.flickr.com/photos/livinghistory/
Nochmals Dank an alle die dabei waren, jeder hat seinen Teil zu dem guten Gelingen beigetragen.  Uwe Phillipps.

 

06.-07.09.2008 Fort de Condé, Frankreich

Mit zahlreichen anderen befreundeten Gruppen (u.a. Memoire de la Grande Guerre, Bleu horizon, DSM usw.) nahmen wir auch in diesem Jahr wieder an der Veranstaltung im Fort de Condé nahe des Damenweges teil. In diesem Jahr zeigten wir neben Torwache und Exerzieren auch wieder das fachgerechte Packen des Tornister und das Bauen der Mantel-, bzw. Decken- und Zeltbahnrolle. Auch das Nutzen unseres MG wurde wieder dargestellt und geübt.

   
 

 

20.09.2008 Haus Vornholz

Ein besonderer Ausflug stand am 20.09.2008 an. Auf Vermittlung unseres Kameraden Frank Weisgerber ging es nach Westfalen, in das Kavalleriemuseum im Haus Vornholz. Es ist unglaublich, welche Schätze dort schlummern und eine wunderbarer Ausflug ging mit einem gemeinsamen Abendessen zu Ende.

 

 

28.09.2008 Bokrijk

Eingeladen wurden wir von der SRD zu einem gemeinsamen Projekt im Park Midden Limburg (Bokrijk), nämlich einer Darstellung in einem Freilichtmuseum zu den letzten Tagen des Krieges 1918.
Nach einem gemeinsam genossenen Abend gelang anderntags das Kunststück : 1zu1-Darstellung , bei der die Beteiligten fast den ganzen Tag ihre "Rolle " spielen, vergleichbar etwa mit einem Theaterstück. Aufgrund eines exakten Dienstplanes klappte alles wie am Schnürchen!
Das "Bespielen" eines Freilichtmuseums, so zeigt uns die Erfahrung auch aus anderen Darstellungszeiträumen, ist immer etwas Besonderes . So wurden die wunderschönen Historischen Häuser von den verschiedenen Darstellungsgruppen wieder zum Leben erweckt.
Schöne Bilder wurden dem Auge geboten :
Der kriegsmüde , von Revolutionärer Propaganda verstörte Frontsoldat,
der in eine Belgierin verliebte deutsche Soldat,
der etwas schnöselige Leutnant,
sauber exerzierende preussische Truppen,
und der belfernde Feldwebel.
Konfrontiert wurde das deutsche Kontingent mit einer sehr realistisch arbeitenden Gruppe aus Belgien, die Zivilbevölkerung aus unserer Darstellungsepoche zeigte. Trotz der Sprachbarriere wurde dem Publikum ein wirklichkeitsgetreuer Einblick in das Leben der "besetzten" Belgier ermöglicht , angefangen vom nicht angegebenen Schwein auf einem Bauernhof bis zum fraternisierenden Dorfschullehrer und der mit einem deutschen Soldaten zusammenlebenden Bäuerin.
Interessant war, dass wir die SRD darstellungsbedingt nicht zu Gesicht bekamen !
Der Tag forderte den Darstellern viel ab : Wenig Pausen , warmes Kaiserwetter und lange Wegstrecken waren doch anstrengender als die meisten anderen Treffen, auf denen die "IG Alte Armee" vertreten war . Trotzdem dieses Treffen nur einen Tag dauerte , gehört es zweifellos zu unseren "Wertvollsten" Auftritten dieses Jahr.
Auch der eigentliche Veranstalter, die Museumsverwaltung des Freilichtmuseums, war sehr angetan, was Anlass gibt zu der Hoffnung auf weitere gemeinsame Aktivitäten.
R.Dattoli

 

17.-19.10.2008 Fort Seclin, "Journee du Poilu"

Am Samstag den 18. Oktober waren wir auf Einladung der Familie Boniface wieder zu Gast im Fort Seclin. Diese Befestigungsanlage im Südwesten von Lille ist wohl eine der wenigen in privatem Besitz. Da einige von uns schon am Freitagabend angereist waren begann der Samstag mit einem französischen Frühstück. Danach folgte die Lagebesprechung für den Ablauf der Veranstaltung. Auf der Fläche vor dem Fort wurde dann die Artillerie aufgefahren, neben zwei französischen Kanonen auch eine deutsche 10,5er Haubitze die der Chef erst am Vortage erworben hatte. In einem Graben wurde ein Sanitätsunterstand eingerichtet und auf den Wiesenflächen ein französisches und ein britisches Biwak aufgestellt. Auch bei uns kam keine Langeweile auf, nachdem wir der Artillerie beim Abprotzen geholfen hatten richteten wir uns einen kleinen Lagerplatz her. Aus zwei Zeltbahnen wurde ein Zelt errichtet und ordentlich mit Stroh ausgelegt. Auf weiteren Zeltbahnen wurden Bekleidungs- und Ausrüstungsgegenstände präsentiert. Als gegen 14.00 Uhr das Publikum in die Festung kam galt es die deutschen Truppen noch einmal auf Vordermann zu bringen. Der Anzugskontrolle folgte ein kurzes "Griffekloppen" bevor es zu den Marschübungen in´s Gelände ging. Dort wurden alle in die Verteidigungsstellung eingewiesen die bei der abendlichen Vorführung eingenommen werden sollte. Nach Rückmarsch zum Lager eine kurze Pause, schon war es Zeit in Stellung zu gehen. Nach kurzem Artilleriefeuer rückten die französischen und britischen Truppen mit aufgepflanztem Seitengewehr gegen unsere Stellung vor. Nach dem angedeuteten Einfallen in unsere hart verteidigte Stellung reichten uns die „Befreier der Festung“ die Hand. Nach Einbruch der Dunkelheit formierten sich alle Truppen zum gemeinsamen Fackelzug in das Innere der Festung. Unter Dudelsackklängen zogen wir ein und formierten uns im Hof zu einem kurzen Gedenken. Bei dem anschließenden Abendessen im großen Saal saßen Darsteller und geladene Gäste gemeinsam am Tisch. Nachdem der französische Wein die Stimmung gelockert hatte wurden noch einige Lieder zum Vortrage gebracht. An Zahl und Stimmgewalt den Ententetruppen weit unterlegen mussten wir hier Zurückhaltung üben. In Feierlaune ging es in die unteren Kasemattenräume wo vor der Nachtruhe noch so manches Glas geleert wurde. Am Morgen des Sonntags ging es nach dem Frühstück zur Parade in die Stadt. Auch ein pferdebespanntes Geschütz sollte teilnehmen, indes war die Aufregung für die vierbeinigen Kameraden wohl zuviel und es kam zu einer kleinen Verzögerung. Der Marsch startete am Haus des Bürgermeisters und führte uns zum Ehrenmal an die Kirche. Dort wurden im Rahmen der Gedenkfeier durch Kinder der beteiligten Nationen Kränze niedergelegt. Nach Rückmarsch zur Bürgermeisterei verlegten wir in die Festung. Noch während des Mittagessens traf nach und nach Publikum ein so das wir auf große Tafel verzichteten und mit Kartoffeln vom benachbarten Acker ein kräftiges Süppchen kochten. Die Kartoffelsuppe mit Mettwurst übte eine gewisse Faszination auf eine Reihe von Zuschauern aus.  Am späten Nachmittag war der Publikumsandrang gewaltig, einige interessierte Besucher hatten sogar Fachliteratur mitgebracht und prüften wohlwollend unsere Ausrüstung. Beachtlich was die Familie Boniface alljährlich auf die Beine stellt, ich denke die Veranstaltung hat allen gut gefallen. von Uwe Phillipps und Klaus-Martin Rautenberg http://asapassion.free.fr/seclin08/        

 

11.11.2008 Gedenkveranstaltungen zur 90-jährigen Wiederkehr des Waffenstillstands

Gerne folgten wir der Einladung der französischen Gemeinde Wervicq-Sud, diesen Jahrestag gemeinsam zu begehen. Nach der offiziellen Gedenkfeier ging es noch mit allen Honorationen auf den deutschen Soldatenfriedhof in Wervicq-Sud, wo gemeinsam der Gefallenen unter Absingen des Liedes "Ich hatt' einen Kameraden" sowie dem Spielen des "Last Post" gedacht wurde. Mit unseren englischen Freunden fuhren wir anschließend zum deutschen Friedhof in Vladslo, Belgien, wo wir stellvertretend für alle Toten jeweils einen englischen und deutschen Kranz, sowie jeder von uns ein kleines Erinnerungskreuz, am Grab meines Ur-Großonkels Hermann Emrich, niederlegten. Ein wahrlich ergreifender Moment. Wunderschön umrahmt wurde diese Maßnahme noch von den vielen belgischen Besuchern, die ebenfalls an diesem Tag de deutschen Gefallenen die Ehre eines Besuches erwiesen und die sich alle, den von mir erstellten und am Grab von Hermann Emrich abgelegten Lebenslaufes in Augenschein nahmen. So hat dieser Name auch wieder "ein Gesicht". Am Abend hatten wir dann noch die Ehre an der Gedenkfeier in Ploegsteert der belgisch-französischen Grenzgemeinde Comines-Warneton teilzunehmen und im Namen unserer IG einen Kranz niederzulegen. Ein wundervoller Abschluss eines ereignisreichen Jahres. 

Auf dem Friedhof St.-Laurent-Blangy schmückte Uwe Phillipps den letzten Ruheort seines Urgroßonkels Jakob Keukert mit einem kleinen Holzkreuz. Auf dem Holzkreuz steht: Im Gedenken an:
Gefreiter Jakob Keukert
Krankenträger in der 12. Kompagnie im Infanterieregiment Nr. 28
gefallen am 7. Juni 1915 bei Souchez  
Oliver Dewald und Uwe Phillipps hatten am Mittwoch, 12.11.2008 noch einige Friedhöfe und Sehenswürdigkeiten besucht, so unter anderem die Lorettohöhe, verschiedene britische und einen indischen Friedhof sowie die deutschen Friedhöfe Neuville-St.Vaast und St.-Laurent-Blangy bei Arras.

Mario Zutt
 

 

 

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